Lust auf mehr Verantwortung

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SPD-Ortsverein nominiert Angelika Wimmer einstimmig als Bürgermeisterkandidatin

Sie sei schon 2002 zum ersten Mal gefragt worden, ob sie nicht für den Stadtrat kandidieren wolle, habe das aber damals aufgrund ihrer kleinen Kinder ausgeschlagen, blickte Angelika Wimmer am Montagabend im Steinbacher Vereinsheim zurück. „2014 war es dann soweit – ich habe auf der SPD-Liste kandidiert, weil sich dort Menschen engagierten, mit denen ich gerne meine Ideen umsetzen und meine Zeit verbringen wollte“. Und mit dem Einzug in den Rottenburger Stadtrat hat es auch geklappt. Die vielfältigen kommunalpolitischen Themen von der Kinderbetreuung bis hin zur Verkehrsplanung seien nah an den Bürgerinnen und Bürgern und man könne täglich das Leben der Menschen verbessern. „Und jetzt habe ich Lust auf mehr Verantwortung in der Stadt Rottenburg und kandidiere als Bürgermeisterin“, erklärte Wimmer unter dem Applaus der SPD-Mitglieder und zahlreicher Gäste.

Unterstützer waren aus dem ganzen Landkreis angereist: Der Neufahrner Nachbarbürgermeister Peter Forstner unterstütze Wimmers Anliegen einer besseren ÖPNV-Anbindung von Rottenburg an den Neufahrner Bahnhof. „Leider hat heute unser Antrag auf die Einführung eines 365-Euro-Tickets im Wirtschaftsausschuss des Landkreises keine Mehrheit gefunden“, berichtete Kreisrat Sigi Kaschel, der aus Geisenhausen nach Steinbach gekommen war.
Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Sebastian Hutzenthaler hob die Bedeutung der Kommunalpolitik hervor und wünschte sich für die SPD-Fraktion im Kreistag die personelle Verstärkung von Angelika Wimmer, die mit ihrer Tatkraft und Lebenserfahrung eine Bereicherung für den Kreistag wäre. Die beiden SPD-Bürgermeisterkandidatinnen Christine Erbinger (Hohenthann) und Sabine Gröger (Buch am Erlbach) betonten, wie wichtig auch eine gute Vernetzung und interkommunale Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg sei. In ihrer Vorstellungsrede skizzierte Angelika Wimmer einige Themen, die ihr für eine gute Zukunft Rottenburgs wichtig sind: „….. „

 

Nach ihrer engagierten Rede war das 100-Prozent-Ergebnis bei der geheimen Abstimmung auch keine Überraschung. Für den SPD-Ortsverein gratulierten Hermann Steffling und Christina Mirlach mit einem Blumenstrauß.

Die Kreisvorsitzende und Landratskandidatin der SPD, Ruth Müller, MdL, hatte die Wahl geleitet. In ihrer Rede ging sie auf einige thematische Schwerpunkte im nördlichen Landkreis Landshut ein, der angesichts der schwächelnden Automobilindustrie dringend eine starke Unterstützung aus dem Landratsamt bei der Ansiedlung von zukunftsfesten Arbeitsplätzen benötige. Bei ihrer ersten Kandidatur 1990 sei das Krankenhaus Niederhatzkofen infrage gestanden. Aus ihrer ehrenamtlichen Arbeit beim Rettungsdienst wisse sie noch sehr gut, welche Emotionen es bei Betroffenen ausgelöst habe, wenn es hieß, man solle nach Niederhatzkofen eingeliefert werden: „Das war eine einfache Fahrt, das wußte damals jeder“, so Müller. Und heute sei die Schlossklinik eine anerkannte Einrichtung für Geriatrie und habe mit der Schloss-Reha ein weiteres Standbein. „So sorgen wir für den Erhalt der medizinischen Versorgung in unserer Region“, machte Müller, die seit 24 Jahren ehrenamtlich im Verwaltungsrat der Krankenhäuser tätig ist, deutlich. „Und daran lassen wir auch durch Fusionsgedanken nicht rütteln, die nur dem einen Zweck dienen, nämlich der Gewinnmaximierung“, so Müller. „Für uns als SPD ist klar: Unsere Krankenhäuser bleiben in der öffentliche Hand“. Und dafür brauche man auch auf politischer Ebene aus dem Norden des Landkreises die entsprechende personelle Verstärkung im Kreistag, warb Müller für die anwesenden Kreistagskandidaten der SPD.

 

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