„Lebensabend zu Hause ist großer Wunsch“

Senioren

SPD-Arge „60 plus“ informierte über Senioren-Arbeit im Landkreis Landshut

Der demographische Wandel, wie er sich derzeit in ganz Deutschland vollzieht, führt zwangsläufig zu immer mehr Senioren. Die Politik muss sich deshalb mit dieser Entwicklung auseinandersetzen und darauf die richtigen Antworten finden. Dieses Resümee lässt sich zu den Aussagen der Seniorenbeauftragten Janine Bertram vom  Landratsamt und der SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller ziehen Dabei ist die Senioren-Politik, so die Abgeordnete, ganzheitlich zu betrachten.

Diese Veranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ im Landshuter AWO-Saal, zu der auch Vorsitzende kommunaler Seniorenbeiräte eingeladen waren, eröffnete deren Sprecher Gerhard Wick, der deutlich zum Ausdruck brachte, dass die Senioren-Arbeit heute eine gesellschaftliche Herausforderung ist und auch bleiben wird. Wegen der Veränderung der familiären Strukturen sind immer mehr ältere Mitbürger alleine in den eigenen vier Wänden.

An diese einleitende Feststellung knüpfte Diplom-Sozialpädagogin Janine Bertram an, die seit etwa einem Jahr als hauptamtliche Seniorenbeauftragte beim Landkreis Landshut angestellt ist. Dabei appellierte sie zunächst an die älteren Mitbürger, „nicht warten zu wollen, bis das Ende kommt“. Vielmehr sollen die Senioren in „Notfallmappen“, in „Notfalldosen“ oder in ähnlichen Dokumentations-Unterlagen „für den Ernstfall vorsorgen“.

Eingehend schilderte die Sozialpädagogin die jetzt schon vorhandenen, aber von Kommune zu Kommune unterschiedlichen Einrichtungen und Angebote für Senioren. Dazu kämen auch noch Hilfen der Kirchen, freier Wohlfahrtsträger und des Staates. Die Aufgabe der hauptamtlichen Seniorenbeauftragten ist nun, mitzuhelfen, dass diese Hilfen vernetzt,  koordiniert und gegebenenfalls noch ausgeweitet werden.

„Die Senioren sind heute zumeist älter, aber auch fitter“. Deshalb wollen diese ihren Lebensabend so lange wie möglich zu Hause verbringen, betonte die Referentin. Unabhängig davon stellen aber auch die altersbedingten Zunahmen von Demenz-Erkrankungen sowie von Hospiz- und Palliativ-Patienten immer mehr Herausforderungen an deren Angehörigen und die Gesellschaft.

Zum Schluss ihrer Ausführungen zeigte die Sozialpädagogin noch auf, wie sie sich die Fortentwicklung der Seniorenarbeit im Landkreis Landshut vorstellt. Nachbarschaftliche Hilfen, haushaltsnahe Dienstleistungen und Projekte mit der kommunalen Jugendarbeit. Und diese Ziele seien nach Überzeugung der Seniorenbeauftragten auch in den Kommunen oft nur mit hauptamtlichen Kräften zu erreichen.

Mit einem Grußwort wandte sich die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard an die Versammelten. Hierbei versicherte sie, dass sie gerne zu den Senioren gehe und sich deren Wünsche, Sorgen und Nöte anhöre. Und hier hakte die stellvertretende Arge-Vorsitzende Marianne Bontzol ein, die insbesondere die nach ihrer Meinung teils zu hohen Fahrpreise des neuen Verkehrsverbunds kritisierte. „Beispielsweise sei die sieben Kilometer lange Fahrt von Altheim nach Landshut und zurück mit 8,80 Euro entschieden zu teuer“, beklagte die Seniorin. Hier muss, so die einhellige Auffassung der Versammelten, hinsichtlich der Fahrpreisgestaltung nachgebessert werden.

Mit der Aussage, die früher sich auf Volksfesteinladungen und gesellige Kaffee-Kränzchen beschränkte Senioren-Arbeit reiche nicht mehr aus, skizzierte die Abgeordnete Ruth Müller die heutigen Anforderungen. Barriere-Freiheiten auf öffentlichen Wegen und zu Gebäuden, eine kostenlose Schulausbildung in allen Sozial- und Gesundheitsberufen, mehr Pflege-Stützpunkte in ganz Bayern sowie auch im ländlichen Bereich bezahlbare Verkehrs-Tickets – das wären nur einige der notwendigen Verbesserungen auf Landesebene. Deshalb wird die SPD-Fraktion den schon 2017 eingereichten, aber dann abgelehnten Entwurf für ein „Seniorenmitwirkungs-Gesetz“ im Bayerischen Landtag erneut einbringen.

 

Bild: Informierten über die Seniorenarbeit im Landkreis Landshut: (v. l.) MdL Ruth Müller, Diplom-Sozialpädagogin Janine Bertram, stellvertretende Landrätin Christel Engelhard und Arge-Vorsitzender Gerhard Wick

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

 

WebsoziCMS 3.8.9 - 001109033 -

WebsoziInfo-News

17.07.2019 06:10 Erklärung zur Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin
SPD gratuliert Ursula von der Leyen Die SPD hat Ursula von der Leyen zu ihrer Wahl zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gratuliert. Von der Leyen habe „nun die Chance, ein Europa mitzugestalten, das nicht auf nationale Egoismen setzt, sondern auf Zusammenhalt und Einigkeit. Auf diesem Weg wird die SPD sie nach Kräften unterstützen“, so die kommissarischen SPD-Vorsitzenden

10.07.2019 19:29 Unser Plan für gleichwertige Lebensverhältnisse
Die SPD-Bundestagsfraktion sorgt Schritt für Schritt für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit den Maßnahmen zur Umsetzung der Ergebnisse der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ verstärken wir unsere Anstrengungen für ein solidarisches Land. Lebenschancen eines Menschen dürfen nicht von der Postleitzahl abhängen. „Herkunft darf nicht über die Zukunft entscheiden. Die SPD-Bundestagsfraktion steht genau dafür: Dass alle Kommunen ihre Kernaufgaben

10.07.2019 18:30 Smart City Modellstandorte ausgewählt
Heute wurden die ersten 13 „Modellvorhaben Smart Cities“ bekanntgegeben. Beworben hatten sich deutschlandweit rund 100 Städte und Gemeinden mit Projektskizzen. „Viele Kommunen sind heute schon Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Ob Gera, Solingen oder Wolfsburg – Städte und Gemeinden haben sich inzwischen auf den Weg zur Smart City gemacht. Als Bund unterstützen wir mit dem neuen

04.07.2019 16:28 Ohne motivierten Nachwuchs geht es nicht in der Pflege
Noch immer sind Tausende Pflegestellen unbesetzt. Das ist ein Alarmsignal, sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, und macht Druck, zügig das geplante Gesetz für bessere Löhne in der Pflege zu beschließen. „13.000 neue Pflegestellen in stationären Einrichtungen der Altenpflege wurden im Rahmen des Pflegepersonalstärkungsgesetzes finanziert. Dass laut Berichten noch keine Stelle aus dem Sofortprogramm besetzt ist, ist

02.07.2019 17:32 SPD lehnt Vorschlag von EU-Ratspräsident Donald Tusk ab
Die SPD-Spitze lehnt den Vorschlag der EU-Staats- und Regierungschefs, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin zu machen, als nicht überzeugend ab. „Damit würde der Versuch, die Europäische Union zu demokratisieren, ad absurdum geführt“, sagten die drei kommissarischen SPD-Chefs Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Malu Dreyer. Das Statement im Wortlaut.Die Europäische Union (EU) steht vor

Ein Service von info.websozis.de

 

Counter

Besucher:1109034
Heute:23
Online:1