Armutsgefährdung wirksam reduzieren

Senioren

Ruth Müller und Gerd Steinberger sprachen bei SPD-Arge „60 plus“

„Geeignete Maßnahmen gegen die zunehmende Armutsgefährdung müssen mehr in Fokus der politischen Arbeit rücken“ - so fasste die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller ihre detaillierten Ausführungen zu dieser gesellschaftlichen Entwicklung zusammen. Zuvor hatte Rolf Haucke, der die Veranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ im „Zollhaus“ eröffnet hatte, deutlich zu verstehen gegeben, dass die Senioren auch eine angemessene finanzielle Absicherung im Alter erwarten.

„Rund 450 000 Bürger in Bayern sind armutsgefährdet“, erklärte die Abgeordnete. Dabei verwies sie darauf, dass jede fünfte Frau von dieser Entwicklung betroffen sei. Nach Angaben der Politikerin ist insbesondere ein spürbarer Anstieg der Altersarmut zu verzeichnen. Trauriger „Spitzenreiter“ bei der Armutsgefährdung ist Niederbayern. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt, so Ruth Müller, derzeit bei monatlich 1400 Euro.

Mit einigen Daten und Zahlen aus der Stadt und dem Landkreis Landshut zeigte die SPD-Politikerin auf, wie sich hier die Situation darstellt. Die monatlichen Rentenbeträge liegen hier bei 656 beziehungsweise bei 574 Euro für Frauen sowie bei 1067 beziehungsweise bei 1106 Euro für Männer. „Angesichts dieser Beträge ist erkennbar, dass in manchem Rentner-Haushalt die Finanzen immer eng sind“.

Auch die Verknappung von Wohnraum bekommen die Senioren zu spüren, meinte Ruth Müller. Nach ihrer Überzeugung können immer mehr Rentner die Mietpreissteigerungen nicht verkraften. Deshalb ist und bleibt die Forderung auf bezahlbaren Wohnraum ein sozialdemokratisches Kernanliegen. Hilfreich wären für die Senioren auch ermäßigte Ticketpreise bei der Nutzung des ÖPNV sowie ein günstiger Zugang zu Kultur-, Freizeit- und Gesundheitsangeboten.

„Zur Vermeidung von Altersarmut sind gute Löhne, aber auch Aufstiegschancen wichtig, folgerte die Abgeordnete. Deshalb dürfe die Familienzeit nicht dazu führen, dass Frauen beim Einkommen benachteiligt bleiben. „Und dazu brauchen wir auch Weiterbildungsmöglichkeiten, wie es sie schon in 14 anderen Bundesländern gibt“. Leider hat die CSU diesen sozialdemokratischen Antrag, eine Bildungsfreistellung zu ermöglichen, abgelehnt, berichtete die Abgeordnete.

An die Ausführungen der SPD-Abgeordneten knüpfte Stadtrat Gerd Steiberger an, der für den Bezirkstag kandidiert. Dabei untermauerte er den sozialdemokratischen Einsatz für den Bau preiswerter Wohnungen in Landshut. Steinberger verteidigte hierbei auch die Forderungen auf die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft und auf die Unterbindung der Zweckentfremdung von Wohnraum. „Ohne ein staatliches und kommunales Engagement wird sich das Wohnungs-Problem nicht lösen lassen“. Mit seiner Aussage, im Falle seiner Wahl in den Bezirkstag wolle er den Blick verstärkt auf den Kultur- und Sozialbereich richten, rundete Gerd Steinberger seine Ausführungen ab.

Bild: Bei der SPD-Arge „60 plus“: (v. l.) Kreisrat Gerhard Babl, MdL Ruth Müller, Stadtrat Gerd Steinberger, Bezirkstagskandidatin Christine Erbinger, Stadträtin Maria Haucke und Versammlungsleiter Rolf Haucke

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

 

WebsoziCMS 3.8.9 - 001109046 -

WebsoziInfo-News

17.07.2019 06:10 Erklärung zur Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin
SPD gratuliert Ursula von der Leyen Die SPD hat Ursula von der Leyen zu ihrer Wahl zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gratuliert. Von der Leyen habe „nun die Chance, ein Europa mitzugestalten, das nicht auf nationale Egoismen setzt, sondern auf Zusammenhalt und Einigkeit. Auf diesem Weg wird die SPD sie nach Kräften unterstützen“, so die kommissarischen SPD-Vorsitzenden

10.07.2019 19:29 Unser Plan für gleichwertige Lebensverhältnisse
Die SPD-Bundestagsfraktion sorgt Schritt für Schritt für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit den Maßnahmen zur Umsetzung der Ergebnisse der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ verstärken wir unsere Anstrengungen für ein solidarisches Land. Lebenschancen eines Menschen dürfen nicht von der Postleitzahl abhängen. „Herkunft darf nicht über die Zukunft entscheiden. Die SPD-Bundestagsfraktion steht genau dafür: Dass alle Kommunen ihre Kernaufgaben

10.07.2019 18:30 Smart City Modellstandorte ausgewählt
Heute wurden die ersten 13 „Modellvorhaben Smart Cities“ bekanntgegeben. Beworben hatten sich deutschlandweit rund 100 Städte und Gemeinden mit Projektskizzen. „Viele Kommunen sind heute schon Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Ob Gera, Solingen oder Wolfsburg – Städte und Gemeinden haben sich inzwischen auf den Weg zur Smart City gemacht. Als Bund unterstützen wir mit dem neuen

04.07.2019 16:28 Ohne motivierten Nachwuchs geht es nicht in der Pflege
Noch immer sind Tausende Pflegestellen unbesetzt. Das ist ein Alarmsignal, sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, und macht Druck, zügig das geplante Gesetz für bessere Löhne in der Pflege zu beschließen. „13.000 neue Pflegestellen in stationären Einrichtungen der Altenpflege wurden im Rahmen des Pflegepersonalstärkungsgesetzes finanziert. Dass laut Berichten noch keine Stelle aus dem Sofortprogramm besetzt ist, ist

02.07.2019 17:32 SPD lehnt Vorschlag von EU-Ratspräsident Donald Tusk ab
Die SPD-Spitze lehnt den Vorschlag der EU-Staats- und Regierungschefs, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin zu machen, als nicht überzeugend ab. „Damit würde der Versuch, die Europäische Union zu demokratisieren, ad absurdum geführt“, sagten die drei kommissarischen SPD-Chefs Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Malu Dreyer. Das Statement im Wortlaut.Die Europäische Union (EU) steht vor

Ein Service von info.websozis.de

 

Counter

Besucher:1109047
Heute:23
Online:1